Zeitungsberichte - ASV Pegnitz Minigolf

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Pegnitzer Minigolfer steigen pünktlich zum Jubiläum auf
ASV-Abteilung wird 50 Jahre alt und spielt wieder in der dritten Bundesliga — Ehemaliger Europameister Tobias Kreuzer beendet Karriere - 20.10.2018 12:58 Uhr PEGNITZ - Die Minigolfer des ASV haben es geschafft: Wenn sie kommendes Jahr ihr 50-Jähriges feiern, spielen sie in der dritten Bundesliga. Wie sie ihr Jubiläum genau feiern möchten, wissen die Pegnitzer noch nicht. Vielleicht mit Pokalturnier oder großem Fest oder beidem. Klar ist dagegen, dass sie auf den erfolgreichsten Minigolfer, den diese Stadt je gesehen hat, verzichten müssen.
Die Minigolfanlage hinter dem ASV-Sportheim hat bereits in diesem Jahr runden Geburtstag. 1968 war es, als das Ehepaar Ute und Rüdiger Schneider in enger Abstimmung mit dem Verein den 18 Bahnen umfassenden Kurs schaffte. Seit jeher pflegen die Minigolfer ihre Anlage, mähen Rasen, spachteln Untergrund, streichen Hindernisse an. "Vor jeder Saison sind wir ein ganzes Wochenende beschäftigt, pflegen müssen wir die Anlage aber das ganze Jahr über", sagt Abteilungsleiter Klaus Hofmann. Für den Wettbewerb brauchen sie ihre Heimspielstätte allerdings nur einmal im Jahr, was die Pegnitzer mit den anderen höherklassigen Mannschaften im deutschen Minigolfsport verbindet: Am Spieltag treffen sich alle Teams einer Klasse auf derselben Anlage. Sieben Sportler aus jeder Mannschaft durchspielen den Kurs je vier Mal, die zwei schlechtesten Ergebnisse jedes Teams werden gestrichen. Welcher Verein zusammengezählt die wenigsten Schläge braucht, gewinnt. Klingt nach viel Arbeit für wenig Minigolf, doch es ist ganz anders: Wer ein Minigolfer mit Ambition sein möchte, muss trainieren, trainieren, trainieren. "Jeder Wettkampf bedeutet mindestens zwei Tage volles Training", sagt Mannschaftskapitän Andreas Kreuzer. Und das am besten auf der Anlage, wo der nächste Spieltag stattfindet — weil jede Bahn ihre Eigenheiten hat. "Hier kennen wir jede Fuge", sagt Kreuzer über die Pegnitzer Anlage. Beim Minigolfen fällt der Heimvorteil enorm ins Gewicht. Deshalb reisen Minigolfer schon Tage vorher zum Wettkampf an, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen, den Kurs zigfach durchzuspielen, "sodass man ein Gefühl für die Anlage entwickelt und im Wettkampf nur noch das abrufen muss, was man einstudiert hat", sagt Kreuzer. Den ASV-Minigolfern ist das in der Vergangenheit eindrucksvoll gelungen. Als Bayernliga-Meister haben sie sich durch die Relegation gekämpft, gehören nun wieder zur dritten Bundesliga Süd. Den größten Erfolg ihrer Geschichte erreichten sie im Jahr 2006 mit der Vizemeisterschaft in der zweiten Bundesliga. Dass sie praktisch seit ihrer Gründung bundesweite Beachtung in der Szene finden, haben die Pegnitzer ihrer Jugendarbeit zu verdanken: Immer dann, wenn Spieler im Seniorenalter aufgehört haben, stand Nachwuchs bereit, um den ASV im höherklassigen Ligenbetrieb zu halten. "Klaus und ich stammen aus der zweiten Generation, Fabian aus der dritten", sagt Andreas Kreuzer über das größte Talent, das die Pegnitzer momentan haben. Fabian Hofmann ist einer von drei verheißungsvollen ASV-Spielern unter 22 Jahren und der Sohn von Abteilungsleiter Klaus Hofmann. Er war bereits deutscher Vize-Jugendmeister und gehört dem Bundeskader an. ​
18 Schläge für 18 Löcher
Doch nicht mal das 17-jährige Ausnahmetalent hat das geschafft, woran sich sein Vater und Andreas Kreuzer seit Jahrzehnten versuchen: Den Kurs auf der Pegnitzer Anlage mit lauter Assen zu schaffen, 18 Schläge für 18 Löcher. Überhaupt wissen die ASVler nur von etwa einer Handvoll Spielern, denen dieses perfekte Spiel gelungen ist. Einer von ihnen ist Tobias Kreuzer, Bruder von Andreas und der beste Minigolfer, den diese Stadt je gesehen hat. 1996 war sein Karrierehöhepunkt, mit der Jugend-Nationalmannschaft gewann er den Mannschaftstitel und wurde auch im Einzel Europameister. Klar, dass er der Pegnitzer Schlussspieler war, also derjenige, der beim Wettkampf als Letzter die Bahn betritt und die Leistungen seiner Teamkameraden steigern oder wenigstens bestätigen muss. "Eine unheimliche Drucksituation, aber Tobias ist immer damit zurechtgekommen", sagt Andreas über seinen Bruder. Doch Tobias Kreuzer ist schon vor Jahren nach Nördlingen gezogen. Nun werden ihm die Minigolf-Reisen zu viel, weshalb er nach 30 Jahren seine Karriere beendet. Ausgerechnet zur Jubiläumssaison, die der ASV in der dritten Bundesliga Süd bestreiten wird, braucht er einen neuen Schlussspieler. Eine Aufgabe für Fabian Hofmann? Er sieht es gelassen: "Dann müssen eben die Vorderleute sehr gut spielen, damit wir so oder so souverän gewinnen."
​ Quelle: Nordbayrische Nachrichten

ASV Pegnitz Abt Minigolf
Stadionstraße 6
91257 Pegnitz
Tel.: 09241/3173

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